Immer mehr Menschen entscheiden sich für eine Feuerbestattung. Für viele Angehörige bleibt dabei aber die Frage offen, was bei einer Einäscherung eigentlich genau passiert. Der Gedanke an das Krematorium ist für Trauernde oft mit Unsicherheit verbunden. Wir möchten Ihnen diese Unsicherheit nehmen und den Ablauf einer Einäscherung offen, respektvoll und verständlich erklären, damit Sie in Ruhe die Entscheidungen treffen können, die für Sie und Ihre Familie richtig sind.
Als erfahrenes Bestattungsinstitut in Düsseldorf begleiten wir Sie durch den gesamten Prozess und nehmen Ihnen alle Formalitäten ab. Der folgende Überblick zeigt Ihnen, was vor, während und nach der Einäscherung geschieht.
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EinäscherungWas ist eine Einäscherung?
Als Einäscherung, Kremation oder Feuerbestattung bezeichnet man den Vorgang, bei dem der Leichnam einer verstorbenen Person in einem Krematorium eingeäschert wird. Anders als bei der Erdbestattung wird die Asche des Verstorbenen anschließend in einer Urne beigesetzt. Die Einäscherung ist damit die Grundlage für viele Bestattungsformen – etwa die klassische Urnenbeisetzung, die Baumbestattung im Ruhewald oder die Seebestattung.
Das Krematorium ist eine Einrichtung, die eigens für diesen Zweck geschaffen wurde. Sie bietet einen würdevollen und geschützten Rahmen für den letzten physischen Weg der verstorbenen Person.
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Voraussetzungen: Was vor der Einäscherung geregelt sein muss
Bevor eine Einäscherung stattfinden kann, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Diese dienen dem Schutz der verstorbenen Person und der Rechtssicherheit für die Angehörigen:
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Wille des Verstorbenen: Die Feuerbestattung sollte dem Wunsch der verstorbenen Person entsprechen. Im Idealfall liegt hierüber eine schriftliche Erklärung vor, etwa in einer Bestattungsvorsorge. Ist kein Wille bekannt, entscheiden die nächsten Angehörigen.
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Vollständige Unterlagen: Vor der Einäscherung müssen alle notwendigen Dokumente vorliegen, insbesondere die Sterbeurkunde und die Freigabe für die Feuerbestattung.
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Zweite Leichenschau: In Nordrhein-Westfalen ist vor jeder Feuerbestattung eine weitere ärztliche Untersuchung vorgeschrieben (§ 15 BestG NRW). Sie wird von der unteren Gesundheitsbehörde veranlasst und bestätigt, dass kein Verdacht auf einen nicht natürlichen Tod besteht. Dieser Schritt ist wichtig, weil eine spätere Untersuchung nach der Einäscherung nicht mehr möglich ist.
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Sargpflicht: In Deutschland gilt die Sargpflicht. Auch für die Einäscherung wird die verstorbene Person in einen Sarg gebettet. Eine Einäscherung ohne Sarg ist nicht möglich.
Welche Fristen gelten in NRW?
Das Bestattungsgesetz NRW gibt klare Fristen vor: Die Erdbestattung oder die Einäscherung muss innerhalb von zehn Tagen nach dem Tod durchgeführt werden. Die Totenasche ist anschließend innerhalb von sechs Wochen beizusetzen (§ 13 BestG NRW). Auf Antrag kann die örtliche Ordnungsbehörde diese Fristen in begründeten Fällen verlängern. Wir behalten diese Termine für Sie im Blick, damit Sie sich um nichts kümmern müssen.
Warum wird auch bei der Einäscherung ein Sarg benötigt?
Für die Einäscherung kommen Särge zum Einsatz, die als Kremations- oder Verbrennungssärge bezeichnet werden. Sie sind schlichter gearbeitet und aus leichteren Hölzern wie Kiefer, Fichte oder Pappel gefertigt. Der Sarg erfüllt dabei zwei Funktionen: Er gewährleistet einen würdevollen und hygienischen Umgang mit der verstorbenen Person, und sein Holz sorgt während der Einäscherung für die notwendige Hitzeentwicklung.
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Ihr Vertrauenspartner in DüsseldorfDer Ablauf der Einäscherung im Krematorium
Moderne Krematorien arbeiten mit computergesteuerten Hightech-Öfen, bei denen Temperatur und Sauerstoffzufuhr genau geregelt werden. Der eigentliche Ablauf einer Einäscherung gliedert sich in mehrere Schritte, die stets mit größter Sorgfalt und Würde durchgeführt werden:
01 Vorbereitung und Kennzeichnung
Die verstorbene Person wird im Kremationssarg für die Einäscherung vorbereitet. Damit die Asche später zweifelsfrei zugeordnet werden kann, wird dem Sarg ein feuerfester Schamottstein mit einer eindeutigen Nummer beigelegt. Dieser Stein, auch Ofenmarke genannt, hält der Hitze stand und begleitet die Asche durch den gesamten Prozess.
02 Die Kremation
Der Sarg wird in den Kremationsofen eingefahren. Die Einäscherung erfolgt bei hohen Temperaturen, die im Verlauf des Vorgangs auf etwa 900 bis 1.200 Grad Celsius ansteigen. Dieser Prozess dauert in der Regel zwischen 50 und 90 Minuten. Eine moderne Filteranlage reinigt dabei die Abgase, bevor sie abgeleitet werden.
03 Abkühlung und Kontrolle
Nach der Einäscherung kühlt die Asche zunächst ab. Anschließend werden verbliebene Metallteile, etwa von künstlichen Gelenken, sorgfältig entfernt.
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04 Aufbereitung der Asche
Verbliebene Knochenreste werden in einer speziellen Mühle zu feiner Asche aufbereitet, sodass eine gleichmäßige Aschenmenge entsteht.
05 Sammeln und Versiegeln
Die Asche wird zusammen mit dem gekennzeichneten Schamottstein in eine Aschekapsel gefüllt und verschlossen. Diese Kapsel wird in eine Urne gesetzt, die Sie zuvor gemeinsam mit uns aussuchen können. So ist zu jedem Zeitpunkt sichergestellt, dass die Asche eindeutig der verstorbenen Person zugeordnet bleibt.
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Wie ist ein Krematorium aufgebaut?
Ein Krematorium ist mehr als nur der Ort der Einäscherung. Es umfasst mehrere Bereiche, die zusammen einen würdevollen Ablauf ermöglichen und den Angehörigen Raum für den Abschied bieten:
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Empfangs- und Verwaltungsbereich, in dem Einäscherungen geplant und dokumentiert werden.
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Kühlräume, in denen die Särge bis zur Einäscherung bei etwa fünf bis sieben Grad aufbewahrt werden und in denen auch die zweite Leichenschau stattfindet.
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Ein Abschiedsraum oder eine Trauerhalle, in der Angehörige unmittelbar vor der Einäscherung Abschied nehmen können.
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Der technische Bereich mit dem Kremationsofen sowie der Bereich für die Abkühlung und die Aufbereitung der Asche.
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Trauerfeier: vor oder nach der Einäscherung?
Eine Frage, die sich viele Angehörige stellen, ist der richtige Zeitpunkt für die Trauerfeier. Beide Wege sind möglich, und wir beraten Sie einfühlsam, welcher für Sie der passende ist.
Trauerfeier vor der Einäscherung
Aus trauerpsychologischer Sicht ist es oft empfehlenswert, die Trauerfeier vor der Einäscherung auszurichten. Dabei wird der Sarg in einer Trauerhalle aufgebahrt, sodass Angehörige und Trauergäste gemeinsam am Sarg Abschied nehmen können. Erst danach wird die verstorbene Person zum Krematorium überführt. Die Beisetzung der Urne findet dann zu einem späteren Zeitpunkt statt, häufig im engsten Familienkreis.
Trauerfeier nach der Einäscherung
Alternativ kann die Trauerfeier nach der Einäscherung stattfinden. In diesem Fall steht während der Feier die Urne im Mittelpunkt. Im Anschluss wird die Urne zum Grab getragen und beigesetzt. Diese Form verbindet Trauerfeier und Beisetzung zu einem gemeinsamen Abschied.
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Nach der Einäscherung: die Beisetzung der Urne
In Deutschland gilt die sogenannte Friedhofspflicht. Das bedeutet, dass die Urne nicht privat zu Hause aufbewahrt oder die Asche verstreut werden darf. Die Beisetzung muss auf einem Friedhof oder an einem gesetzlich zugelassenen Ort erfolgen. Zu den möglichen Beisetzungsformen gehören:
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das klassische Urnengrab auf dem Friedhof
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die Urnenwand oder das Kolumbarium
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die Baumbestattung in einem Ruhewald oder Bestattungswald z.B. Waldruhestätte Meerbusch oder Ruhewald Lintorfer Mark
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die Seebestattung in einer wasserlöslichen Urne
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das pflegefreie Urnengemeinschaftsgrab
Welche Form für Sie infrage kommt, richtet sich nach dem Wunsch der verstorbenen Person und Ihren eigenen Vorstellungen. Wir stellen Ihnen alle Möglichkeiten in Ruhe vor und begleiten Sie bei der Auswahl.
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